• Ausrüstung

1.)Allgemein

Generell findet ein Mensch alles, was er/sie zum Leben in der Natur braucht. Ich rede bewusst nicht von "Überleben" - nein, sondern von einem wirklich komfortablen und angenehmen Leben, denn die Natur bietet uns alles was wir brauchen.
Was sie nicht bietet, brauchen wir (eigentlich) nicht wirklich.

Um aber einen sanften Einstieg in das Thema "Leben mit und in der Natur zu schaffen", geben wir im folgenden ein paar Tips und Infos zum Thema "Ausrüstung", die uns sinnvoll erscheinen und den Einstieg erleichtern.

(Nach der Anmeldung zum jeweiligen Kurs gibt es eine entsprechende Ausrüstungsliste, die jeweils kursabhängig zusammengestellt wird.)

 

2.)Zelt, Unterkunft

Für ein Zelt kann man eine hübsche Stange Geld hinlegen. Muss man aber nicht. Für ein Wochenende oder eine mehrtägige Aktion in unseren Breiten tut es auch ein Zelt aus dem Discounter. Ist der "Wildnis-Funke" erst übergesprungen bevorzugt man vielleicht eine andere Form der Unterkunft ( Tarp etc.) oder aber das Zelt kommt über die Saison dann öfter zum Einsatz, so lohnt sich die Anschaffung eines Zeltes, welches auch noch nach ein paar Jahren (bei entsprechender Pflege) Freude und Schutz bietet. Hier entscheiden dann Gewicht, Einsatzart und natürlich der Geldbeutel, wo das Limit liegt.

Gute Erfahrungen habe ich mit Zelten gemacht, die ein Innenzelt haben und ein seperates Außenzelt außerdem sollte das Zelt wenn es länger nicht benutzt wurde oder dementsprechend alt ist unbedingt nach inprägniert werden. Nur so ist Gewährleistet das es Wasserdicht ist ( und bleibt) und auch bei Regen innen trocken ist (vorausgesetzt der Lagerplatz stimmt :-)....)

Während der meisten Kurse dienen die Zelte zum reinen übernachten. Ein mal aufgebaut bleibt es bis zum Ende des Kurses an seinem Platz. Gewicht und Komfort beim Aufbau sind daher eher zweitrangig! Für Aktivitäten über den Tag gibt es ein Gruppenzelt, ( je nach Platz auch Hütten und Tipis). Auch besteht bei uns die Möglichkeit im Tipi, einer einfachen Hütte oder einen Feuerzelt zu übernachten ( bitte bei der Anmeldung angeben).

 

3.)Schlafsack & Isomatte

Weit wichtiger ist ein den klimatischen Bedingungen angepasster Schlafsack. Hier hat man prinzipiell die Wahl zwischen Kunstfaser- und Daunenfüllung. Vor- und Nachteile haben beide, wichtig ist im Vorfeld die richtige Lagerung des Schlafsacks ( z.B.nicht im Kompressionssack lagern, nicht rollen etc. die Füllung wird zusammengedrückt u besonders bei Daunen verkleben diese, damit geht das Isolationsvermögen herunter und der Schlafsack hält nicht mehr warm). Auch sollte der Schlafsack nicht beschädigt sein.

Wichtig ist aber auch die zu wählende Größe - der Schlafsack wärmt nicht von allein, sondern der Benutzer erwärmt ihn mit seiner Körperwärme. Wenn nun ein Kind von 1,35m einen Erwachsenenschlafsack aufheizen soll, dann wird es schnell unangenehm frisch. Empfehlenswert sind daher den Körpermaßen angepasste Schlafsäcke. Zusätzlich ist auch eine Wolldecke sehr empfehlenswert, erstens kann man sich ein kuschliges Nest bauen und zweitens falls man in der Nähe eines Feuer schläft die Wolldecke über den Schlafsack legen damit dieser nicht z.B. durch Funkenflug beschädigt wird.

Bei der Isomatte gibt es im Prinzip zwei Möglichkeiten: Schaumstoffmatten oder selbstaufblasende Isomatten ( letztere sind relativ empfindlich können undicht werden). Wir empfehlen daher Schaumstoffmatten, wer aber keine aus Schaumstoff hat, bringt die mit die er hat!

 

4.)Messer

Das Messer hat eine feststellbare oder starre Klinge. Dies allein stellt sicher, dass ein erheblicher Verletzungsfaktor, nämlich das ungewollte zusammenklappen des Messers ausgeschlossen wird. Ideal sind Klingenlängen zwischen 6 und 8 cm. Bitte keine Schweizermesser ohne Arretierung ( Feststellmöglichkeit, Sicherung).

Bitte, liebe Erziehungsberechtigten: NICHT auf die Idee kommen, doch sicherheitshalber das Messer noch mal stumpf zu machen. Das Verletzungsrisiko steigt damit erheblich! (siehe: Sicherheit)

 

5.)Kleidung & Schuhwerk

Bei der Kleidung muss es für die ersten Gehversuche im Grünen nicht die ultimative Outdoorklamotte aus mehrlagigem Laminat für den Preis eines Computers sein. Atmungsaktive, unempfindliche Oberbekleidung, die auch mal dreckig werden kann, ist hier angesagt.

Da wir uns bei fast allen mehrtägigen Kursen intensiv mit dem Thema Feuer befassen, ist Kleidung aus Naturfasern wie z.B. Baumwoll- oder Wollsachen sogar viel besser geeignet als Kunstfasern. Nur eines haben sie gemeinsam - der Rauchgeruch wird auch noch nach einem Waschgang Erinnerungen an unvergessliche Erlebnisse wachrufen.

Das Schuhwerk sollte robust mit fester Sohle sein , Wanderschuhe sind hier optimal.( Allerdings abhänig von der Jahreszeit im Sommer sind am Anfang feste Schuhe die über den Knöchel gehen optimal. ( Für den Winter sind Wanderschuhe die kurz davor imprägmiert bzw. gefettet wurden geeignet).
Ein Paar Trekkingsandalen oder Sneakers sind zum Wechseln oder auch für die eine oder andere Übung eine gute Sache.

 

6.)Hygiene

Auch das Waschen und Zähne putzen darf während mehrtägiger Kurse bei den TeilnehmerInnen nicht fehlen.
Um aber die Umwelt und die Natur um uns herum nicht unnötig zu belasten ist es notwendig, dass sich jeder Teilnehmer eine biologische Seife ( Outdoorseife) besorgt.
Diese ist in guten Outdoorläden bzw. Trekkingläden zu bekommen.
Auch bei der Zahnpasta ist es wichtig das eine Zahnpasta auf natürlicher Basis benutzt wird ( z. B. von Weleda in Drogerien und Apotheken erhältlich.

 

 

Sollten Sie weitere Fragen zur Ausrüstung haben, stehen wir ihnen gerne per eMail oder auch Telefonisch unter 07042 32301 zur Verfügung.